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Zeitreise durch die Landjugendgeschichte

Das Arbeitsjahr 2019 ist für die Landjugend Kärnten ein ganz Besonderes, denn es wird der 70. Geburtstag gefeiert. 70 Jahre lang hat die Landjugend Kärnten Spuren in der Landwirtschaft, Gesellschaft, Politik, Jugend usw. hinterlassen. Dieses Mal machen wir Station in den 80er, 90er und 2000er Jahren.

 

Im Jahr 1980 zählte für die Landjugend das Projekt „Stadt und Land reicht sich die Hand“ zu einem speziellem Schwerpunkt, das mit einem Fest in Völkermarkt unter dem Motto „Großer Jauntaler Kultur- und Brauchtumsfest“ stattfand. Auch in dieser Zeit war die Landjugend mit der Waldarbeit sehr eng verbunden, so konnte auch im Jahr 1980 der Landesentscheid Waldarbeit auf der Holzmesse in Klagenfurt durchgeführt werden. Im Jahr 1983 zählte die Landjugend Kärnten 89 Landjugendgruppen. 2/3 davon pflegten das Volkstanzen und die Weiteren widmeten sich dem Laienspiel. Sehr viele Veranstaltungen in dieser Zeit widmeten sich dem Generalthema „Landwirtschaft ist Leben“. Fixprogramm für viele Landjugendgruppen war in dieser Zeit auch die Mitwirkung bei der „Woche der Sauberkeit“, somit konnte die Landjugend Kärnten auch im Umweltsektor ihren Beitrag leisten. In diesen Arbeitsjahren der Landjugend fand auch jährlich das Wertungstanzen statt. Ziel der Gruppen war es in die Wertungsgruppe A, die Klasse der besten Volkstänzer, zu gelangen wo sie, ihr tänzerisches Können auf höchstem Niveau unter Beweis stellen konnten. Der 40. „Tag der Kärntner Landjugend“ im April 1989 stand unter dem Motto „Lieben ohne Verantwortung“, damit zeigte die Landjugend, dass sie sich auch mit kritischen Themen auseinandersetzt.

 

Das lange Bestehen der Landjugend, die gemischte Herkunft der Mitglieder und das vielseitige Programm, bewies bereits in den 90ern, dass diese Jugendorganisation aktueller denn je ist und ein Beitritt jederzeit lohnenswert ist. Allgemeine und fachliche Weiterbildungen, Wettbewerbe, Kurse und Seminare, sinnvolle Freizeitgestaltung, Gemeinschaftspflege, sportliche Betätigung sowie die Pflege von Kultur und Brauchtum bildeten die Schwerpunkte der Landjugend Kärnten.

 

Alle 2 Jahre wurde in dieser Zeit von der Landjugend ein „Tag der offenen Tür“ am Bauernhof veranstaltet. Dieser Tag stand unter dem Motto „Erlebnis am Bauernhof“, der als Begegnung zwischen den bäuerlichen Produzenten mit dem Konsumenten diente. Ziele dieses Events waren unter anderem die Vermittlung der Notwendigkeit der Bauern für den gesamten Lebensraum, der Aufbau von gegenseitigem Verständnis und die Präsentation der Vielseitigkeit der Landjugend.

Geboten wurden zahlreiche Programmpunkte, wie zum Beispiel: Tierschauen, Arbeitsdemonstration, Brotbacken, Wettmelken, Produktvergleiche und Entstehungswege der Produkte bis hin zu verschiedenen Darbietungen der jeweiligen Landjugendgruppen, im Vordergrund das Volkstanzen.

 

Mit der Jahrtausendwende hat sich die Landjugend als moderne Jugendorganisation positioniert, die sich ihrer landwirtschaftlichen Wurzeln bewusst ist. Die derzeit ca. 3900 Mitglieder beweisen, dass es der Landjugend gelungen ist, zu jeder Zeit die Sprache der Mitglieder zu finden, das richtige Angebot zu bieten und entsprechend zu motivieren.

 

Noch immer stehen die Aus- und Weiterbildung sowohl im persönlichen als auch im fachlichen Bereich, aber auch die aktive und gemeinsame Freizeitgestaltung im Vordergrund. Somit sind wir noch immer die größte Jugendorganisation im ländlichen Raum. Die internationalen Aktivitäten haben durch den europäischen Einigungsprozess an Bedeutung gewonnen.

 

Die Neuentwicklung des Landjugend-Logos wurde im Jahr 2003 zur großen Aufgabe. Nach zahlreichen Entwürfen entstand das Endprodukt, welches einheitlich in ganz Österreich verwendet wird. Einzigartig in der Geschichte der Landjugend Kärnten war die Verleihung des Kulturförderungspreises des Landes Kärnten im Jahr 2007.

 

Helene Scheiber

 

Teilnehmer bei einem Energieseminar in den 90ern.
Teilnehmer bei einem Energieseminar in den 90ern.
Lustige und wissenswerte Stationen gab es beim Projekt „Erlebnis Bauernhof“.
Lustige und wissenswerte Stationen gab es beim Projekt „Erlebnis Bauernhof“.
Das Laienspiel wurde in den 80ern von vielen Landjugendgruppen ausgeübt.
Das Laienspiel wurde in den 80ern von vielen Landjugendgruppen ausgeübt.
Viel Wert wurde in den 80ern auf das Wertungstanzen gelegt.
Viel Wert wurde in den 80ern auf das Wertungstanzen gelegt.
Bildung wird in der Landjugend großgeschrieben.
Bildung wird in der Landjugend großgeschrieben.

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